Ahrtal
Das Weinbaugebiet der Ahr befindet sich im letzten Abschnitt des Ahrlaufs, bevor es in den Mündungsbereich bei Sinzig geht. Etwa 50,5° nördlicher Breite verläuft sie grob von Westen nach Osten und bietet somit an ihren nördlichen Hängen viele südlich ausgerichtete Hanglagen.
In der westlichsten Gemarkung Altenahr sind heute die ersten Reben zu sehen.
Entlang der Weinbauorte Mayschoss und Rech gelangt man nach Dernau und Marienthal. Diese kleinen Orte beschreiben den Abschnitt des mittleren Ahrtals.
Anschließend befinden sich die Weinberge des Stadtgebiets Bad Neuenahr-Ahrweiler. Aufgeteilt in die Ortsteile Walporzheim, Ahrweiler, Bachem, Bad Neuenahr und Heimersheim. Zwar findet man hier auch die ahrtypischen Schieferterrassen und steilen Hänge, aber auch vermehrt eine teils kräftige Auflage an Löss und Lehm in vielen der Lagen, die nicht mehr die extrem schroffen und steilen Hänge aufweisen. Das Tal öffnet und weitet sich.
Die Weine dieses unteren Ahrbereichs sind auf Grund dieser gehaltvolleren Böden und der niedrigeren Höhenlagen etwas weicher und körperreicher.
Die Mittelahr
Unsere Weinberge befinden sich ausschließlich entlang der Mittelahr. Dem steinigeren und kühleren Abschnitt des Ahrtals. Hier ist das Tal eng und kurvenreich. Die steilen Hänge sind von endlosen Mauern gestützt und klettern bis in Höhen von rund 270m über Null.
Auch wenn der Weinbau sich in diesem Abschnitt meist auf der nördlicheren Talseite befindet ist nicht jeder Weinberg nach Süden ausgerichtet. Die vielen Kurven des engen Flusslaufs bieten ein breites Spektrum an Himmelsausrichtungen. Südlich der Ahr befindet sich der Weinbau meist nur in kleineren Nebentälern, die eine geeignetere Hangausrichtung ermöglichen.
Der hohe Gesteinsanteil setzt sich in Marienthal, Dernau und Rech meist aus quarzitischem Sandgestein des Devonzeitalters zusammen. Einem Sedimentgestein, das sich aus Meeresablagerungen vor vielen Millionen Jahren gebildet hat.
Hier sind immer wieder Bereiche mit einem hohen Magnetitanteil, also Eisenverbindungen zu finden. Wodurch eine typisch rötliche Färbung der geschieferten Grauwacke entsteht.
Die Ahr aufwärts nach Rech finden sich vermehrt Schiefergesteine aus derselben Entstehungszeit.
Im Flussbereich finden sich sandigere und lockere Böden wieder, die fruchtbarer sind, als die kargen Hänge.
Typisch für die Steilhänge der Mittelahr sind leichtere, aber charakterstarke Weine mit lebendiger Säure und Struktur. Fein und von Finesse geprägt, haben diese Weine ein Alleinstellungsmerkmal, dass man so sonst nicht häufig auf der Welt findet.
